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Neujahrsfest
Chinesisches Neujahrsfest

Chinesisches Neujahrsfest

traditionell nach chinesischem Bauernkalender

Das chinesische Neujahrsfest (= Frühlingsfest) nach dem traditionellen chinesischen Bauernkalender fällt im Gegensatz zum Neujahrsfest nach dem gregorianischen Kalender von Jahr zu Jahr auf einen anderen Tag.

Mit dem chinesischen Neujahrsfest beginnt der chinesische Kalender. Der chinesische Kalender ist ein Lunisolarkalender, das heißt ein Kalender, der sowohl mit dem Sonnenzyklus (Jahr), als auch mit dem Mondzyklus (Monat) korrespondiert. Er wird heute in China zur Berechnung von Festen benutzt, offiziell dagegen verwendet China den gregorianischen Kalender. In China heißt der traditionelle Kalender Bauernkalender, der ebenfalls verwendete gregorianische Kalender heißt westlicher Kalender oder bürgerlicher Kalender. Das chinesische Jahr enthält normalerweise 12 Monate, wobei ein Monat 29 oder 30 Tage zählt. Ein Jahr besteht dann aus 353, 354 oder 355 Tagen. Um die fehlenden Tage auszugleichen, wird siebenmal in 19 Jahren ein Schaltmonat hinzugefügt. Ein Schaltjahr mit 13 Monaten dauert 383, 384 oder 385 Tage. 


 

Die Jahre, die auch wichtig für die chinesische Astrologie sind, werden im Wechsel nach 12 Tieren bezeichnet. Dabei gilt unbedingt zu beachten, dass das chinesische Jahr nicht deckungsgleich mit dem Jahr nach dem gregorianischen Kalender ist, da es mit dem jährlich wechselnden Frühlingsfest (entweder Januar oder Februar) beginnt.


Datum Neujahrstag    
19. Februar 2015        Jahr der Holz-Ziege 
08. Februar 2016        Jahr des Feuer-Affen 
28. Januar 2017          Jahr des Feuer-Hahns 
16. Februar 2018        Jahr des Erd-Hundes 
05. Februar 2019        Jahr des Erd-Schweins 


 

Sitten und Gebräuche:
Das chinesische Neujahrsfest ist wohl das wichtigste und größte Familienfest des Jahres und wird entsprechend von der chinesischen Bevölkerung schon viele Tage vorher mit großem Aufwand vorbereitet. Große Familiengruppen gehen dann auf ausgiebige Einkaufstour, um entsprechend Essen, Getränke, Utensilien und viele Geschenke für das große Fest einzukaufen.

Auch werden alle Wohnungen und Häuser traditionell zu diesem Anlass gründlich gereinigt. Zweck dieser Sitte ist es, das man das alte Jahr, symbolisch gesehen, bereinigt und geordnet abschließen möchte. Auch wird alles schön geschmückt. So sieht man an den meisten Haustüren Lampions, Glücksbringer, Bilder von Türgöttern und rote chinesische Neujahrsspruchbänder angebracht, die Glück, Reichtum, ein langes Leben und Freude verheißen sollen. Die Farbe Rot symbolisiert bei den Chinesen Glück, Freude und die Abwehr des Bösen.

Mit einem großen Menschenauflauf beginnen die Chinesen das 3tätige Neujahrsfest. Mit den typischen chinesischen Krachern, Trommeln und Gongs und den berühmten Drachen- und Löwentänzen ist dies natürlich auch eine interessante Attraktion für viele Thais und Besucher des Landes. Bei den anschließenden Familienfeiern bleiben aber die Chinesen unter sich.

Für den Küchengott wird schon Tage vorher ein süßer und klebriger Reiskuchen gekocht, um ihn zu besänftigen. Scherzhaft meinen einige Chinesen, das dadurch dem Küchengott der Mund derart durch den Verzehr des Kuchens verklebt wird, das er eh nichts mehr sagen kann oder nur "süßes" zu berichten hat. So soll auch verhindert werden, so der Glaube, das der Küchengott dem Himmlischen Gott erzählen könnte, was vielleicht Böses im Haus geredet wurde. Zu diesem Anlass gibt es in jedem Haus einen kleinen Schrein für den Küchengott, wo der Kuchen dargereicht wird, der fortan auch die Familie beschützen soll.

Traditionell gibt es auch bei vielen chinesischen Familien die Süßspeise Jiaozi. Dies sind halbmondförmige Nudelteichtaschen, die es in verschiedenen Variationen gibt.


Sind sie wie ein sogenannter Yuanbao geformt, das waren im alten China schuhförmige Silber- und Goldbarren, die als Zahlungsmittel galten, so soll es im neuen Jahr möglichen Reichtum prophezeien. Wer sogar ein Geldstück in seinem Jiaozi findet, der kann darauf hoffen, im nächsten Jahr über genügend Barschaft zu verfügen. Ist ein Jiaozi mit süßem Sirup gefüllt, so soll es im nächsten Jahr ein süßes Leben verheißen. Füllungen mit Erdnüssen symbolisiert ein mögliches langes Leben, und eine Füllung mit gekochten Wasserkastanien verheißen für junge, noch kinderlose Schwiegertöchter die mögliche baldige Geburt eines Kindes.

Es ist, abgesehen von der Drachen- und Löwenparade, ein reines Familienfest der Chinesen und Thai-Chinesen, welches man dazu auch nutzt, andere Familienmitglieder einzuladen bzw. zu besuchen, zusammen zu Essen und zu Trinken und gemeinsame Ausflüge zu machen. Zu diesem Anlass reisen sowohl viele Verwandte, Bekannte und Freunde aus ganz Thailand an, aber auch aus China, Taiwan und Singapur. Viele nutzen auch das Neujahrsfest, um vorher oder nachher noch einige Tage Urlaub zu machen, um entweder länger bei der Familie, Freunden oder Bekannten sein zu können, oder aber auch, um anschließend noch Urlaub machen zu können.

Der Höhepunkt des Festes ist am dritten Tag, wo es das traditionelle große Festessen aller Großfamilien in Wohnungen , Häusern, Restaurants und Hotels stattfindet. Kindern wird an diesem Tag kleine, rote Umschläge mit Geld als Geschenk übergeben, nachdem sie ihren Großeltern und Eltern alles Glück für das nächste Jahr gewünscht haben. Um Mitternacht erfolgt ein großes und lautes Feuerwerk mit vielen Böllern und Krachern, die entweder an langen Holzstangen oder an den Häuserwänden angezündet werden. Der Sinn und Zweck ist nicht nur der Spaß daran, sondern es sollen dadurch auch böse Geister und Dämonen vertrieben und die guten Geister gerufen werden.

Das chinesische Neujahrsfest ist ein beweglicher Feiertag und kann deshalb jedes Jahr im Datum variieren. Die meisten chinesischen Geschäfte bleiben die drei Tage geschlossen.